Paranoia
Ich sehe Schatten. Vor mir laufen sie umher. Schemenhafte Gestalten, deren Bewegungen ich aus dem Augenwinkel wahrnehme. Ich spüre hinter mir die Gegenwart eines Geistes, der mich verfolgt. Doch kann ich ihn nicht fassen, wenn ich nach ihm greife.
Ich höre eine Stimme, doch flüstert sie nur und ich kann sie nicht verstehen. Ich frage nach ihren Worten, doch bleibt die Antwort aus. Und tagelang schweigt sie.
Ich spüre die Kälte, die mich beim Aufwachen umarmt und habe das Gefühl, dass neben mir jemand sei. Der Platz ist leer, drehe ich mich zu ihm um. Und es hat auch niemand dort gelegen. Keine Spur. Nur der Nachhall des Gefühls bleibt für einige Augenblicke erhalten.
Mit geschlossenen Augen strecke ich meine Hand aus. Was ich spüre ist der Windhauch, der über sie hinübergleitet.
Der Wald bei Nacht, so Ruhig und Sinnlich, lässt mich nicht entspannen. Immer wieder sehe ich Bewegungen und ich kann nicht sagen, ob diese real waren. Ich weiß nicht ob ich wach bin oder schlafe. Es scheint wie ein Traum zu sein, in diesem ich wandel und an seine Grenzen stoße. Ein kleiner Raum, kühl und dunkel. Stille. Nur der Mond scheint durch ein kleines Loch, zwischen Decke und Wand.
Ich sehe einen kleinen Schatten fliegen. Immer wiederkehrend. Ohne zu wissen, was er mir sagt.
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